„Der Austausch mit und die Förderung von jungen Wissenschaftlerinnen hat mich schon immer begeistert – und stellt gleichzeitig eine zentrale Aufgabe der Wissenschaftsgemeinschaft dar. Meiner Ansicht nach können die Herausforderungen der Zukunft nur mit einem guten Prozentsatz von Frauen in Führungspositionen bewältigt werden. Erstaunlicherweise bedarf es oft nur eines guten Gespräches zum rechten Zeitpunkt oder einer kurzen Überbrückungsfinanzierung, um Frauen den Traum von einer wissenschaftlichen Karriere zu erschließen. Die Mitarbeit bei SciMento hat mir gezeigt, dass wir uns für diese Themen im beruflichen Alltag noch immer zu wenig Zeit nehmen. Daher bin ich besonders froh, dass es Initiativen wie SciMento gibt, die sich für die Belange von Nachwuchswissenschaftlerinnen professionell einsetzen.“
Prof. Dr. med. Katja Becker, Lehrstuhl für Biochemie und Mikrobiologie an der JLU Gießen, derzeit Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Mentorin im SciMento-Jahrgang 2013-2015
„Als Professor verstehe ich mich immer auch als Förderer meiner Mitarbeiter.innen. Aber die Rolle als Mentor bei SciMento hat mir in einer Offenheit Einblick in die Fragestellungen weiblicher Promovierender und Postdocs gegeben, wie ich es nicht erwartet hätte. SciMento bietet hierfür genau den erforderlichen geschützten Rahmen an. Meine Gruppe bestand aus hochqualifizierten zielstrebigen jungen Frauen. Karrierefrauen, die mich haben staunen lassen welche Kompetenzen hier nachrücken. Und ebenfalls erstaunt hat mich die oftmals nicht erklärbare Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Meine Erfahrung als Austauschpartner haben gezeigt, dass es oftmals nicht viel bedarf, um einen neuen Blick auf Situationen zu bekommen oder neue Ideen zu entwickeln. Gruppenmentoring war mir neu und ich habe festgestellt, dass auch in diesem Rahmen ein Arbeiten an den Themen Einzelner möglich ist. Wir haben gemeinsam die individuellen nächsten Laufbahnschritte geplant und ich hoffe, dass ich durch die Reflexion über die vorgebrachten Themen meinen Mentees einen erweiterten Blick auf den Wissenschaftsbetrieb geben konnte. Intensive Gespräche, in denen ich Impulsgeber, Türöffner und Ratgeber sein durfte haben mich selber über meinen Weg und meine beruflichen Strategien nachdenken lassen. Wie gut, dass Hessen in dieses Programm investiert um die Karrieren von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken.“
Prof. Dr. Guido Spars, Bergische Universität Wuppertal, Mentor im SciMento-Jahrgang 2013-2015
„In meiner Wahrnehmung als Mentor im Rahmen von SciMento ist Mentoring ein Geben und Nehmen, es bewirkt eine stete Selbstreflexion beim Mentor. Der Umstand, dass man als ‚Sparing Partner‘ mit den Mentees arbeitet, lässt einen über eigene Strategien und Verhaltensweisen nachdenken. So bin ich nicht selten mit dem Gefühl aus den Gesprächen gegangen, sehr viel gelernt zu haben. Ich kann nur hoffen, dass ich ähnliches zurückgeben konnte“.
Prof. Dr. Enrico Schleiff, Goethe-Universität Frankfurt, Mentor im SciMento-Jahrgang 2008-2010
„Ich kenne beide Seiten des Programms, da ich, damals Juniorprofessorin, in der Frankfurter Pilotstaffel als Mentee dabei war. Es hätte mir jedoch viel früher in meiner Karriere deutlich mehr genutzt, das deutsche System Universität und Forschung richtig mit Insider-Tipps von erfahrenen Professoren kennenzulernen. Vieles musste ich als Ausländerin durch Trial and Error lernen. Mittlerweile weiß ich aber, dass auch die einheimischen Doktorandinnen und Postdocs mit den gleichen Problemen kämpfen und manchmal den Weg nicht finden. Daher ist es extrem wichtig, dass man bereits in der Doktorandenphase die Nachwuchswissenschaftlerinnen auf die Karrierewege aufmerksam macht, Vorbilder anbietet und vermittelt, dass auch dieser Weg durchaus zu schaffen ist. Vielleicht können wir durch SciMento einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der Schwund von Frauen in den höheren Karriere-Etagen etwas weniger wird. Meine Rolle als Mentorin genieße ich sehr, und ich freue mich jedes Mal, wenn ich meine Mentees treffe“
Prof. Dr. Ritva Tikkanen, Justus-Liebig-Universität Gießen, Mentee im Jahrgang 2005-2007 und Mentorin in den Jahrgängen 2009-2011 und 2011-2013

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„SciMento hat mir neue und zum Teil überraschende Einblicke in Überlegungen und Fragen vermittelt, die unseren wissenschaftlichen Nachwuchs beschäftigen. Durch die Arbeit mit meinen Mentees konnte ich somit auch ein besseres Gefühl für meine eigenen Mitarbeiterinnen gewinnen. Als Mentor fungiert man als Rat- und manchmal auch Ideengeber, aber man bekommt sehr viel auch auf nicht-wissenschaftlichen Gebieten zurück. Mir hat diese Möglichkeit, auch mal über den eigenen Lebensweg und eigene Problemlösungsstrategien zu reflektieren, sehr gut getan“
Prof. Dr. Joachim Kirsch, Universität Heidelberg, Mentor im Jahrgang 2008-2010